Ein Steckenpferd mit Wechselfrisur für kleine Pferdefans

„Hufe klappern, Pferde traben. Springen übern Wassergraben, über Stock und über Stein. Wer kann das wohl sein?“ Nee, das sind heute mal nicht Bibi und Tina (obwohl die bei uns gefühlt in der Dauerschleife laufen). Das sind die Mädels auf ihren selbstgebastelten Steckenpferden.

Du hast auch einen oder mehrere Pferdeliebhaber zu Hause? Oder du bereitest gerade einen Pferdegeburtstag vor? Dann haben wir hier für dich das perfekte Bastelprojekt.

Ob Einhorn-, Disko- oder Indianerlook… mit der Wechselmähne ist alles möglich!

MATERIAL – Was brauchst du für das Steckenpferd?

Für 1 Steckenpferd brauchst du: 1 Holzstab (oder Ast), 1 Socke von einem Erwachsenen, Füllmaterial (Füllwolle, Watte oder Stoffreste), 2 Überraschungseier (gelbes Innenei), 2 Murmeln, 2 große Wackelaugen, Wolle in verschiedenen Farben (ca. 1/4 Wollknäuel), zwei ca. 1cm breite Streifen aus Tonkarton für die Mähne, hübsches Klebeband (am besten Washi-Tape), Paracordband (oder ein anderes stabiles Band) für das Zaumzeug, Bastelkleber

ANLEITUNG – Schritt für Schritt zum Pferdeglück

Unser Steckenpferd hat zwei Besonderheiten: Es handelt sich um ein sehr modebewusstes Pferd, das sich mit seiner WECHSELFRISUR nach Lust und Laune unterschiedlich stylen kann. Es bringt seinen eigenen SOUND mit, der an das Klappern von Hufen erinnert. Dafür sorgen zwei Murmelboxen im Inneren des Pferdekopfes. Wie das alles genau geht, zeigen wir euch jetzt.

Schritt 1: Pferdekopf vorbereiten und am Stab befestigen

Du stopfst die Socke schön dick mit Füllwatte aus. Für den Hufgeklapper-Sound legst du in jedes Ü-Ei eine Murmel. Die Murmel-Eier gibt du dann zum Füllmaterial in den Pferdekopf. Am besten schiebst du die Eier schon mittig rein. So gibt es außen am Pferdekopf keine häßlichen Beulen.

Murmeln rein für den Hufgeklapper Soundeffekte

Dann wickelst du ein Paracordband in 3 Ringen so um die Socke, dass es wie ein Zaumzeug aussieht. Zieh jeden „Ring“ richtig schön straff und verknote die beiden Enden. Wenn du Paracord verwendest, kannst du die beiden Enden mit einem Feuerzeug kurz erhitzen und dann miteinander verkleben (Achtung heiß!). Wenn das Zaumzeug sitzt, befestigst du die Socke mit einem weiteren Paracordstrang am Holzstab. Zum Schluss klebst du noch die beiden Wackelaugen auf, damit dein Pferdchen auch etwas sehen kann.

Mit dem Paracordzaumzeug den Pferdekopf zurechtzurren

Wir haben zusätzlich an der Kreuzung zwischen dem hinteren Zaumzeugring und der Querstrebe (also etwa auf der Höhe, wo normalerweise das Pferdeohr sitzen würde), einen Zügel angeknotet (ebenfalls aus Paracord).

Schritt 2: Wechselfrisuren basteln

Jetzt kannst du für euer Pferdchen beliebig viele Wechselfrisuren basteln. Wir haben uns für den Einhornlook (= Wolle in Regenbogenfarben) und den Diskolook (= silberfarbene Wolle) entschieden. Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten: Indianerpferde in verschiedenen Brauntönen, Ostwind (schwarz)… lass deiner Fantasie ruhig freien Lauf.

Wolle je nach Look in den gewünschten Farben zuschneiden

Für die Mähne schneidest du dir Wollfäden zurecht. Für den oberen Teil (Kopf) haben wir die Wollfäden etwas kürzer geschnitten (ca. 30 cm) und für den hinteren Teil (Rücken) etwas länger (ca. 60 cm). Dann misst du deine zwei Tonpapierstreifen für die Pferdemähne am Zaumzeug ab. Die beiden Streifen sollten ungefähr die Länge vom vordersten Zaumzeugriemen (nicht der im Maul des Pferdes sondern der danach) bis zum hintersten Riemen haben. So kannst du den Streifen oberhalb und unterhalb der Zaumzeugriemens durchführen und dann vorne und hinten mit einem Klebeband verschließen. Hier eignet sich am besten Washi-Tape weil man das immer wieder verschließen kann. Wenn du das Band einmal testweise befestigt hast, kannst du mit einem Stift kleine Markierungen auf dein Band machen, damit du weißt, von wo bis wo du im nächsten Schritt die Wolle aufkleben musst.

Wolle am Mähnenband aufkleben

Jetzt legst du den ersten Streifen vor dir auf den Tisch und bestreichst ihn zwischen den beiden Markierungen großzügig mit Bastelkleber. Danach legst du deine vorbereiteten Wollstreifen mittig auf den Kleber. Zu beiden Seite sollten möglichst gleichlange Wollfäden sein, damit die Mähne nachher an beiden Seiten gleichlang runterhängt. Wenn dein kompletter Klebebereich schön dicht mit Wollfäden ausgestattet ist, gibst du erneut einen streifen Bastelkleber auf die Wollstreifen. Der Klebestreifen sollte möglichst genau oberhalb des Mähnenbandes liegen und lediglich die Wollfäden abdecken. Dann legst du dein zweites Mähnenband exakt auf das untere Band und drückst es an der Wollmähne fest.

Wenn der Kleber getrocknet ist, kannst du deine Mähne am Zaumzeug befestigen. Dazu die Bänder oberhalb und unterhalb der äußeren Zaumzeugringe durchfädeln und dann jeweils mit einem Klebeband verschließen. Achtet darauf, dass alles schön straff sitzt, dann verrutscht die Mähne auch bei wilden Ausritten nicht. FERTIG!

Variante für Mamis mit Nähtalent: Wenn du nähen kannst, kannst du statt des Tonpapierstreifens gerne auch Klettband verwenden. Einen Streifen Klettband nähst du direkt am Pferdekopf fest und auf dem anderen klebst du (oder nähst) die Wollfäden fest. Das ist natürlich noch viel stabiler als unsere Variante. Wir wollten einfach eine Quick&Dirty-Option für diejenigen geben, die nicht nähen können oder bei denen es besonders schnell gehen soll.

Und los geht’s… Hufeklappern, Pferde traben … yeah!

Und wenn euer Pferdchen mal wieder einen neuen Look braucht, bastelt ihr einfach eine neue Wechselmähne.

Wir sind immer auf der Suche nach kreativen Ideen. Du hast eine Lieblingsidee für eine Pferdeparty? Dann schreib uns gerne in die Kommentare oder schick uns ein Bild an ideen@juhubelbox.de. Wir freuen uns sehr über deine Post.

Du möchtest unsere kreativen Partyideen ganz bequem in deine Mailbox bekommen? Dann hüpf auf die Liste für unseren Juhubel-Letter:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.